Künstliche Intelligenz | Erfolgsfaktoren
Unter Künstlicher Intelligenz (KI) versteht man keine einzelne Applikation, wie es z.B. Microsoft Word oder ein Buchhaltungsprogramm ist.
Vielmehr ergibt sich der Nutzen von KI durch unendlich viele additive IT-"Puzzleteile". Und diese können im Prinzip jede IT-Anwendung in Geschäftsprozessen, im Gesundheitswesen oder im privaten Bereich betreffen. Der Nutzen besteht dann darin, Aufgaben zu ersetzen, die bislang viel manuellen und/oder wiederkehrenden Aufwand mit sich brachten oder fehleranfällig waren.
Neben diesem eher operativen Nutzen ist KI-Software jedoch mittlerweile in der Lage, qualitativ völlig neue Potenziale zu erschließen. Hätten wir vor fünf Jahren gedacht, dass unsere Handys mittels Gesichtserkennung freigeschaltet werden können, dass Haut-Screenings ein enormer Fortschritt in der Krebsvorsorge sein können, sich neue Filme vollständig automatisiert mittels hinterlegter Scripte in hochauflösender Qualität generieren lassen oder KI-Systeme Spracheingaben in fast jeder beliebigen Sprache ohne Zeitverzögerung verarbeiten können?
Weshalb aber konnte KI erst innerhalb der letzten Jahre derartig "explodieren", obwohl das erste Chat-Programm "ELIZA" bereits in den 1960er Jahren am MIT (Massachusetts-Institut für Technologie) entwickelt wurde und z.B. "Fuzzy Logic" als Konzept auch schon 1965 an der University of California, Berkeley entstand, das die Grundlage für ein effizientes Informationsretrieval für "unscharfe" Suchen ausmachte?